|
|
In der Steppe stellt die Wasserversorgung für die Bevölkerung immer ein Problem dar. Allerdings herrschte in den Jahren 1999 bis 2002 eine Jahrhundertdürre. Die Lebensumstände für die Menschen hatten sich aufgrund des Krieges und der extremen Trockenheit während dieser Zeit dramatisch verschlechtert. Es konnte nichts geerntet werden. Die Viehbestände von Schafen und Ziegen waren auf 10 % geschrumpft, weil es kaum Futter für die Tiere gab oder die Familien sie zum Lebensunterhalt entweder schlachteten oder verkaufen mussten.
 |
|
 |
Nachdem es 2003 eine recht gute Ernte gab und sich die Viehbestände erholen konnten, waren die Niederschläge in den letzten Jahren wieder zu gering. Die Wasserversorgung wird immer ein Problem in dieser Region bleiben. So ist das Wasser vieler Brunnen aufgrund der geringen Niederschläge salzhaltig: Das Hamburger Wasserwerk verglich die Qualität der mitgebrachten Wasserproben mit Nordseewasser! Gesundheitliche Probleme entstehen durch das mit Sulfaten, Chloriden und Nitraten stark belastete Trinkwasser.
Es gibt traditionelle Wasserrechte, die allerdings in den letzten Jahren nicht mehr durchgesetzt werden können. So werden flussaufwärts die Wasservorräte für den Melonenanbau genutzt und flussabwärts kommt Wasser nur noch im Frühjahr und im Winter an. In den vergangenen Jahren haben wir Brunnen und 16 große Wasserbecken gebaut, in denen im Frühjahr Regen- und Schmelzwasser aufgefangen werden kann, das allerdings während der trockenen Monate im Sommer schnell verbraucht ist. In Notsituationen können diese Becken auch mit Tankwagen, die Wasser aus entfernten Regionen bringen, aufgefüllt werden.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|