Auszug aus dem Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO 2002:
Nach 23 Jahren Krieg, dem Zusammenbruch des Wirtschaftssystems und drei Jahren extremer Dürre ist das afghanische Gesundheitssystem das schlechteste auf der ganzen Welt.
- Die Lebenserwartung in Afghanistan von ca. 45 Jahren ist die geringste in der Welt und ein Viertel der Kinder stirbt vor seinem 5. Geburtstag.
- Afghanistan hat die zweithöchste Sterberate bei der Geburt eines Kindes (165 von 1000 Babys und 257 von 1000 Müttern).
- Ca. die Hälfte der Kinder unter 5 Jahren können sich wegen chronischer Unterernährung nicht richtig entwickeln und 10 % leiden unter akuter Unterernährung.
- 30 bis 50 % haben aufgrund der Kriegserlebnisse psychische Probleme.
- Krankheiten, die in den meisten Ländern bereits unter Kontrolle sind, verursachen in Afghanistan Tod oder Behinderung, wie Polio und Tuberkulose.
- 60 % der Todesfälle bei Kindern beruhen auf Durchfall- und Atemwegserkrankungen oder Krankheiten, die man durch Impfungen hätte verhindern können, insbesondere Masern. (nur ca. 40 % der Kinder erhalten die lebenswichtigen Impfungen).
Nicht erwähnt wurden die Tausende von Minenopfern es wird noch Jahrzehnte dauern, bis die Minen geräumt sind.
Das Hauptziel von Afghanistan-Schulen ist die Schaffung von Bildungseinrichtungen. Im Rahmen unserer Möglichkeiten möchten wir helfen, die Lebensbedingungen der Menschen in der Region Andkhoi zu verbessern. So haben wir Wasserbecken, Brunnen und Latrinen gebaut, und ein Arzt und eine Ärztin besuchen regelmäßig ein- bis zweimal im Monat alle Schulen, um die Schulkinder zu untersuchen. Bei kleineren Problemen kann er sofort helfen, oder er bittet die Eltern, die Kinder ins Krankenhaus von Andkhoi zu bringen. Insbesondere die jüngeren Schüler und Schülerinnen haben viele Gesundheitsprobleme, wobei viele auf einer nicht ausreichenden Ernährung basieren (Mädchen leiden unter Eisenmangel, insbesondere kleine Kinder haben häufig Durchfallerkrankungen).
Hinzukommen Hautkrankheiten, u.a. Krätze, die die Kinder aus den Flüchtlingslagern nach Afghanistan gebracht haben und die ansteckend ist. Um eine weitere Verbreitung zu verhindern, stellen wir den Kindern das notwendige Medikament zur Verfügung.
Save the Children, eine amerikanische Hilfsorganisation, arbeitet in der Region Andkhoi auf dem medizinischen Gebiet.
Die 200.000 Menschen können mit den vorhandenen Mitteln aber nicht angemessen versorgt werden.
Eine gute ärztliche Versorgung der fast 200.000 Menschen war in Andkhoi nicht möglich. Wir sind deshalb sehr froh, dass wir die Johanniter überzeugen konnten, das Krankenhaus in Andkhoi mit den notwendigen medizinischen Geräten und Medikamenten für mindestens sechs Monate zu versorgen. Dr. Nawabi von den Johannitern Kabul war mehrfach in Andkhoi, um in Gesprächen mit den Ärzten vor Ort und unseren Mitarbeitern abzuklären, was am dringendsten notwendig war. Die Freude über die neue Ausstattung des Krankenhauses in Andkhoi war unglaublich groß, wovon sich unser Mitarbeiter Zabiullah Azizi bei seinem Besuch im Dezember überzeugen konnte. Auch wir freuen uns, auf der nächsten Reise nicht nur mit einer Tüte Antibiotika zu kommen, sondern eine wirkliche Hilfe organisiert zu haben.
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